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  • Michèle Graber

Inhalte und Kompetenz statt Schlagworte und Quote - ein Leserbrief



Die einen fordern eine „rein bürgerliche“ Regierung, ohne auszusprechen, was sie mit diesem Schlagwort eigentlich meinen. So ist zweifelhaft, ob man die nationalkonservative SVP überhaupt als bürgerlich-liberale Partei bezeichnen kann. Die anderen begründen ihre Wahlempfehlung mit der Konkordanz – einer Art Quote für politische Gruppierungen. Mit Verlaub, wenn eine Quote oder der Wähleranteil bei Kantonsratswahlen für die Zusammensetzung der Regierung entscheidend sein sollen, wozu wird der Regierungsrat dann überhaupt noch vom Volk gewählt? Wieder andere reduzieren SP-Kandidatin Felicitas Zopfi allein darauf, dass sie eine Frau ist. Sicherlich wäre es schön, würden der Regierung nicht nur Herren angehören. Aber für die Besetzung der Regierung sind politische Inhalte und Kompetenz wichtig, nicht Alter, Geschlecht oder Quote.


Frau Zopfi ist die einzige Kandidatin, der man zutrauen kann, dass sie sich für gesellschaftsliberale und grüne Aspekte stark macht. Es besteht keine Gefahr, dass eine Wahl der SP-Kandidatin zu einer links-lastigen Politik führen könnte. Immerhin sitzen weiterhin mindestens drei Vertreter einer liberalen Wirtschafts- und Finanzpolitik am Regierungstisch. Marcel Schwerzmann ist ein ausgewiesener Finanzfachmann und seine Politik wurde bisher breit von fast allen Parteien unterstützt. Es gibt also keinen Grund, sich gegen den etablierten und erfahrenen Finanzdirektor zu entscheiden. Mit der Wahl von Filicitas Zopfi und Marcel Schwerzmann setzen wir auf Kontinuität und Fachkompetenz, aber auch auf eine Regierung, in der auch ökologische und soziale Anliegen eine Stimme haben.

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